Helfe Deinem Baby leichter in den Schlaf

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Du hast ein Baby und es tut sich schwer in den Schlaf zu kommen? Du möchtest so gerne mal einen ruhigen Abend verbringen, an dem Du auch mal was für Dich machen kannst? Du leidest mit Deinem Baby, das jeden Abend schreit, nicht zur Ruhe kommt und nicht alleine einschlafen kann? Du wirst von Tag zu Tag unsicherer, ob Du eine gute Mutter bist und ob Du Dein Baby überhaupt verstehst? Oder kocht die Wut in Dir hoch, weil alle anderen Mütter um Dich herum diese Probleme nicht haben und nur Du Dich so abkämpfen musst? Auch das ist menschlich und kann ich gut nachvollziehen. In diesem Artikel mit Video erläutere ich Dir Schritt für Schritt eine Methode, die Deinem Baby und Dir helfen kann, besser mit dem Problem umzugehen.

Meine älteste Tochter war ein Baby, das sehr viel Nähe brauchte und nur in meinem Arm geschaukelt oder an der Brust nuckelnd in den Schlaf gefunden hat. Sie hat in meinem Empfinden endlos viel geweint und geschrien. Es gab Zeiten, da hatte ich sie alle 2 Stunden nuckelnd an der Brust. Meine Brustwarzen waren entzündet, ich zweifelte an meinen mütterlichen Fähigkeiten und war am Abend völlig erschöpft. Und natürlich hatte ich auch negative Gedanken gegenüber meiner Tochter. Ich war auch meinem Mann gegenüber sehr gereizt, der ja in meinen Augen „das Glück hatte“, jeden Tag zur Arbeit gehen zu können und diese „Arbeit mit dem Baby“ nicht am Bein hatte. Wenn dann noch eine andere Mutter von ihrem Mutterglück berichtete und erzählte, wie toll es sei, ein Baby zu haben und wie schön das schon schläft, dann war alles zu spät…

Sicherlich hast Du, wie ich damals auch, schon viele gut gemeinte Tipps gehört und bist auch von dem einen oder anderen Tipp total irritiert oder genervt. Da kommen vielleicht sogar Kommentare, dass Du Dir keinen Haustyrannen erziehen sollst. Das Baby würde sich an Deine viele Aufmerksamkeit gewöhnen und Du sollst es doch einfach ins Bettchen legen und schreien lassen. Irgendwann kapiert es dann schon, dass es alleine einschlafen soll.

Dein Baby war 9 Monate lang geschützt und warm in Deinem Bauch. Dort ist es versorgt worden und hat sich geborgen gefühlt. Nun ist es auf unsere hektische und leistungsorientierte Welt gekommen mit all den vielen Eindrücken, die auf es einprasseln. Es braucht immer noch Deinen Schutz, Deine Wärme und Geborgenheit. Es ist hilflos und darauf angewiesen, dass Du es fütterst, umsorgst und es sich sicher fühlen kann. Es muss mit all den Eindrücken vom Tag zurechtkommen und sie verarbeiten. Warum hat man jetzt den Anspruch, dass es unbedingt leicht und alleine in den Schlaf findet?

Dein Baby ist kein Haustyrann. Dein Baby möchte, dass seine Bedürfnisse erfüllt werden, die überlebenswichtig für es sind. Babys und Kleinkinder müssen auch noch lernen, mit all den Erlebnissen, Eindrücken und ihren Emotionen umzugehen. Vorallem brauchen Sie Urvertrauen – also Nähe, Geborgenheit und Sicherheit als Grundlage für Ihr späteres Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein.

Wir Menschen kommen unkonditioniert zur Welt. Im Alter von null bis sechs Jahren werden Dinge, die das Kind erlebt, hört und beigebracht bekommt fast unkontrolliert im Unterbewusstsein abgelegt. Hier wird die Grundlage für spätere Verhaltensweisen gelegt. Glaubenssätze, Wertevorstellungen, negative Erlebnisse und Routinen sind dort abgelegt. Lernt ein Baby und Kleinkind, dass seine Bedürfnisse nicht beachtet werden und Emotionen wie Angst oder Wut unerwünscht sind und nur sie nur geliebt werden, wenn sie brav und ruhig sind, dann prägt das den Menschen noch im Erwachsenenalter. „Ich bin nichts wert und ich muss es immer den anderen Menschen recht machen“ kann dann im Unterbewusstsein eingebrannt sein. Lernen Sie hingegen, dass sie bedingungslos geliebt werden und ihre Bedürfnisse gehört werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie zu selbstbewussten und emotional ausgeglichenen Menschen werden. Denn wir werden zu ca. 95 % aus unserem Unterbewusstsein gesteuert und es unterscheidet nicht, ob die dort abgelegte Erfahrung eine aus der Kindheit ist oder aus dem Erwachsenenalter. Es berücksichtigt auch nicht, ob diese Erfahrung für uns heute noch genauso zutrifft wie als Baby. In vielen Fällen, in denen ich Patienten mit Hypnose helfe, landen wir in einer Babysituation als allererste Grundlage für Ihre späteren Probleme.

Es gibt eine Methode, mit der Du Deinem Baby helfen kannst. Du kannst mit ihr:

  • Blockaden auflösen, die durch Emotionen wie z.B. Angst oder Ärger entstanden sind
  • das Nervensystem Deines Babys beruhigen
  • körperliche Reaktionen Deines Babys beruhigen, die aufgrund von Emotionen entstanden sind
  • deinem Baby Liebe und Aufmerksamkeit entgegen bringen, obwohl es Dinge tut, die Dich an den Rand der Verzweiflung bringen, Dich nerven oder erschöpfen
  • selbst ruhiger werden beim Anwenden der Methode
  • auf verschiedenen Arten arbeiten (am Baby oder an Dir und damit Einfluss auf Dein Baby nehmen und Dir gleichzeitig auch etwas Gutes tun)

Natürlich muss abgeklärt werden, ob Dein Kind eine körperliche Ursache für sein Schreien oder Weinen hat. Lass das bitte beim Kinderarzt abklären. Diese Methode ersetzt keinen Arztbesuch und sollte nicht anstatt einer schulmedizinisch geratenen Behandlung eingesetzt werden. Sie dient nur als Ergänzung dazu und darf nicht angewendet werden, wenn aus ärztlicher Sicht etwas dagegen spricht.

Hier das Video, dass Euch die Methode zeigt:

Jeder Mensch ist für sein eigenes Glück und die Erfüllung seiner Bedürfnisse zuständig. Jeder hat das Recht, sich um sich selbst zu kümmern ohne dass es egoistisch ist. Der Mensch, der seine Bedürfnisse äußert und dafür sorgt, dass sie erfüllt werden ist emotional ausgeglichener, glücklicher und macht auch die Menschen um ihn herum glücklicher. Das liegt daran, dass die Menschen um ihn herum nicht mehr hellsehen müssen und immer genau wissen, dass sie sich nicht „kümmern“ müssen, sondern derjenige schon für sich selbst sorgt. Dieser Mensch sagt auch nicht „ja“ zu Dingen, die er eigentlich gar nicht will. Er braucht auch keinen Traumprinzen oder –prinzessin, die alle Wünsche von den Augen ablesen. Das alles hat nichts mit Egoismus zu tun, denn man kann seine Bedürfnisse sehr gut als achtsame Bitten formulieren und durchaus Kompromisse machen, wenn man seine Bedürfnisse wahrnimmt und gut durchblickt.

Urvertrauen ist eine wichtige Grundlage für das spätere Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein. Dieses Urvertrauen baut das Baby auf, wenn es sich Nähe, Geborgenheit und Sicherheit spürt. Wenn Du diese Methode bei Deinem Baby anwendest, dann legst Du einen guten Grundstein für bedingungslose Liebe und signalisierst Deinem Baby, dass seine Bedürfnisse wichtig sind und Du stärkst sein Urvertrauen. Du hilfst Deinem Baby alle Eindrücke und Emotionen zu verarbeiten und verhinderst Stauungen im Energiesystem. Bei Dir selbst angewendet kannst auch Du Deine Emotionen und Stauungen besser verarbeiten, wirst ruhiger, ausgeglichener und überträgt sich dann auch auf das Baby. Das hilft Dir UND dem Baby. Die Klopfakupressur kann nicht nur zum in den Schlaf finden gut angewendet werden, sondern kann auch bei anderen Situationen mit Emotionen wie Ärger/Wut, Frust, Angst, Traurigkeit usw. oder auch körperliche Probleme angewendet werden.

Wenn Du regelmäßig an Dir selbst klopfst, wirst Du auch Vorbild für Dein Kind sein. Es wird die Technik im Kleinkindalter abschauen und auch für sich selbst anwenden können. Damit ist das Kind selbstwirksam, weil es in der Lage ist seine Probleme zu erkennen und dagegen etwas tun zu könne. Das ist ein gutes Gefühl, dass das Selbstbewusstsein stärkt.

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Viel Erfolg mit der Methode und erzähle auch anderen Müttern davon. Ich wünsche Dir und Deinem Baby in Zukunft einen guten, erholsamen und tiefen Schlaf.

Viele Grüße Eure Cornelia

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